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Schönbuch-Cup 2016
17.09.2016 01:16 (1885 x gelesen)

Internationales Tennisturnier der Senioren in Weil im Schönbuch und Holzgerlingen
Von Marius Roeben

Am Sonntag, 7. August 2016, ging die bereits 25. Auflage des Schönbuch-Cups zu Ende. Eine Woche lang war dabei auf der Tennisanlage des TC Weil im Schönbuch wieder atemberaubendes Tennis geboten. Insgesamt war die Anzahl der Anmeldungen mit etwas über 200 Akteuren in den verschiedenen Konkurrenzen zwar etwas rückläufig, aber das tat dem Niveau in keinster Weise einen Abbruch. Denn Masse bedeutet bekanntlich nicht gleich Klasse. Dazu aber später mehr. Um bei so vielen Spielern und nahezu 250 Matches den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten ist natürlich im Voraus eine perfekte Organisation nötig. Hier wurde auf altbewährtes gesetzt, allerdings gab es auch Neuerungen. Auf den Tennisclub aus dem Nachbarort Holzgerlingen wurden wie im letzten Jahr einige Spiele verlagert, denn der Tennisclub in Weil im Schönbuch alleine wäre bei so vielen Paarungen mit seinen 9 Plätzen an die Grenzen seiner Kapazitäten gestoßen.

Was die Turnierleitung angeht gab es in diesem Jahr jedoch eine wichtige Veränderung. Nachdem diese über lange Jahre Erich Frank inne hatte, zog er sich in diesem Jahr erstmalig aus dem operativen Geschäft zurück. Er agiert jedoch weiter im Hintergrund und steht jederzeit mit Rat und Tat zu Seite. Die aktive Turnierleitung übernahm daher in diesem Jahr erstmalig Eugen Lengerer, der seine Feuerprobe aber mit Auszeichnung bestand. Unterstützt wurde er hierbei wiederum hervorragend durch Volker Harr und Arno Matla. ITF – Oberschiedsrichterin war wie bereits in den vorigen Jahren Dr. Julia Berner. Zudem halfen wieder viele Mitglieder des TC Weil im Schönbuch ehrenamtlich bei dem Sportevent mit, so dass es den Teilnehmern an nichts fehlte. Das Küchenteam um Ute Franz sorgte außerdem für die körperlichen Stärkungen, egal ob in fester oder flüssiger Form. Die Players Night, die dieses Jahr bereits Donnerstag stattfand, war dabei wiederum das Highlight der Woche und mit 100 Personen sehr gut besucht.  



Das Wetter meinte es in diesem Jahr allerdings nicht immer gut mit den Sportlern. Nachdem diese im letzten Jahr noch mit Hitze teilweise um die 35 Grad zu kämpfen hatten, könnte man das Wetter dieses Jahr eher als durchwachsen bezeichnen. Im Laufe des Turniers waren sogar zwei längere Regenpausen zu verzeichnen, die den Zeitplan doch gehörig durcheinander brachten. Größere Verletzungen gab es aber glücklicherweise keine.  

Unter den Teilnehmern in den verschiedenen Konkurrenzen waren neben Topspielern aus den deutschen Seniorenranglisten auch dieses Jahr wieder internationale Akteure aus weiteren 9 Ländern vertreten. Die Repräsentanten kamen dabei aus Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich, Großbritanien, Tschechien, Niederlande und Schweden. Buchstäblich vom anderen Ende der Welt konnte sogar ein Akteur aus Australien begrüßt werden.

Ein wirkliches Highlight bot in diesem Jahr jedoch die Konkurrenz der Herren 45. Der Auftritt des ehemaligen Weltranglistenspielers und Davis Cup Siegers Karsten Braasch

(SC RW Remscheid) war etwas ganz besonderes. Er stellte dabei wie erwartet die Konkurrenten in den Schatten und konnte sich am Ende souverän mit 6:2 und 6:3 den Titel gegen Michael Barth (TSG Backnang 1925) sichern. Bereits im Halbfinale hatte er sich gegen den topgesetzten und als Dauerbrenner des Schönbuch-Cups zu bezeichnenden Vorjahreszweiten Michael Kocher (ebenfalls TSG Backnang 1925) durchsetzen können.

Insgesamt war in diesem Jahr auffallend, dass die letztjährigen Sieger der jeweiligen Konkurrenzen häufig in diesem Jahr nicht „auf dem Treppchen“ zu finden waren, sei es weil sie aus verschiedenen Gründen nicht angetreten waren oder in diesem Jahr einfach spielerisch nicht an das letzte Jahr anknüpfen konnten.

So konnten lediglich 4 Spieler(innen) ihre Triumphe wiederholen. Klaus Liebthal (Tennis 75 Eschborn) verteidigte bei den Herren 55 seinen Titel souverän. Er schlug im Finale Stephan Triller (GW Luitpoldpark München) mit 6:3 und 6:0. Anzumerken ist hier noch, dass Liebthal in der deutschen Rangliste dieser Alterklasse den 2. Platz belegt. Mit ihm wird also auch im nächsten Jahr zu rechnen sein.

In einer anderen Altersklasse, nämlich bei den Damen 50 und nicht wie letztes Jahr bei den Damen 55 konnte auch dieses Jahr wieder Regina Marsikova (1.TC Pforzheim) triumphieren. Sie bezwang im Finale Heidi Ruppert (TC Rot-Weiss Bayreuth) mit 6:4 und 6:2.

Die Französin Caroline Glaszmann konnte wie bereits im letzten Jahr bei den Damen 60 den Titel verteidigen. Sie schlug im Finale Gabriele Eichinger (TA TV Vaihingen / Enz) mit 6:0 und 7:5.

Letztendlich konnte noch Karlheinz Schäfer (TC Rot-Weiss Karlsdorf) bei den Herren 70 den Titel verteidigen. Er schlug im Finale Fritz Fink (TC Tachenberg) mit 6:3 und 6:2.  

Die Lokalmatadore aus der Umgebung taten sich in diesem Jahr hingegen allesamt schwer, beziehungsweise mussten schlichtweg anerkennen, dass die anderen einfach zu stark waren. Trotz allem konnten sowohl Birgit Binder (TC Weil im Schönbuch) als auch Eugen Lengerer (TC Ehningen und gleichzeitig Turnierleitung) in ihren Alterklassen die erste Runde erfolgreich überstehen.

Karlheinz „Charly“ Binder (TC Weil im Schönbuch) gelang bei den Herren 55 sogar der Einzug ins Viertelfinale.

Die Ergebnisse im Überblick (mit Meldposition und Staatsangehörigkeit)

Finale Herren 40:

Sven Schulz (3, Deutschland) – Sven Kurandt (1, WC, Deutschland) 6:1, 6:7, 6:1

Finale Herren 45:

Karsten Braasch (3, Deutschland) – Michael Barth (WC, Deutschland) 6:2, 6:3

Finale Herren 50:

Matthias Mander (Deutschland) – Uwe Kuballa (4, Deutschland) 6:1, 1:0 Aufgabe Kuballa

Finale Herren 55:

Klaus Liebthal (1, Deutschland) – Stephan Triller (7, Deutschland) 6:3, 6:0

Finale Herren 60:

Carsten Svantesson (Schweden) – Rainer Friemel (3, Deutschland) 7:5, 6:1

Finale Herren 65:

Wolfgang Metzner (1, Deutschland) – Bernd Martin (3, Deutschland) 6:7, 6:3, 6:2

Finale Herren 70:

Karl Heinz Schäfer (1, Deutschland) – Fritz Fink (3, Deutschland) 6:3, 6:2

Finale Herren 75:

Norbert Feld (3, WC, Deutschland) – Albrecht Neyheusel (1, Deutschland) 6:2, 7:5

Damen 40:

1.Platz: Esther Vogel (WC, Deutschland)

2.Platz: Sybille Seyfried (2, Deutschland)

3.Platz: Sarah Giger (1, Schweiz)

Finale Damen 45:

Nicole Gloeggler (2, Deutschland) – Sandra Jachmann (Deutschland) 6:0, 6:1

Finale Damen 50:

Regina Marsikova (2, Tschechien) – Heidi Ruppert (4, Deutschland) 6:4, 6:2

Finale Damen 55:

Gundula Wieland (1, WC, Deutschland) – Cornelia Keller (2, Deutschland) 6:2, 6:4

Finale Damen 60:

Caroline Glaszmann (1, Frankreich) – Gabriele Eichinger (2, Deutschland) 6:0, 7:5

Finale Damen 65:

Helga Roecker (2, Deutschland) – Heidemarie Oelsen (1, WC, Deutschland)  6:1, 7:5

Platzierung Damen 70:

Platz: Hanne Eckert (1, WC, Deutschland)
Platz: Doris Weiter (2, Deutschland)
Platz: Johanna Mau-Diaz (WC, Deutschland)

Finale Doppel Mixed 40:

Sarah Giger / Stefano Petrini (Schweiz und Italien) – Regine Bischoff / Rüdiger Bischoff (beide Deutschland) 6:1, 6:2

Platzierung Doppel Herren 70:

Platz: Rolf Lais / Berthold Landthaler (beide Deutschland)
Platz: Wolf-Dietrich Ambrosch / Klaus Dressler (beide Deutschland)
Platz: Michael Bayer / Bernd Lautenschlager (beide Deutschland)


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